Auch die neue Beschlussempfehlung der
Fachgruppe Kunst ist falsch!

 

Wurde bis einschließlich 2015 das Geld, das die Verwertungsgesellschaft Bild Kunst für die „Privatkopie digital“ erhalten hat, anhand von Meldungen der Urheber für Veröffentlichungen im Internet verteilt, soll das Geld ab 2016, unabhängig von tatsächlichen Veröffentlichungen im Internet, verteilt werden. Dafür hat die Berufsgruppenversammlung mit Unterstützung des BBK Bundesverbandes, der Gedok, des Deutschen Künstlerbundes und Verdi folgendes neues Verteilungsschema entwickelt:

Der Anteil, den Mitglieder der Berufgruppe I (bildende Künstler*innen) erhalten sollen, wird in 4 Teile geteilt. Die genaue Verteilung ist noch nicht festgelegt, sie soll empirisch ermittelt werden.

Für den 1.,und bedeutensten Teil soll nun die Teilnahme/Durchführung  von Kunstpräsentatioen[1] entscheidend sein. Es wird unterschieden zwischen Einzel-, Mehrpersonen-  und Gruppenpräsentationen.

Der 2. Teil wird für Abbildungen, die auf Webseiten von Kunsthändlern, Auktionshäusern oder Galerien ohne Ausstellungsprogramm zu finden sind, ausgeschüttet, indem er dem Erlös für das Folgerecht zugeschlagen wird. Das bedeutet, man bekommt nur Geld, wenn ein Werk auch verkauft wird und je teurer es verkauft wird, um so mehr Geld bekommt man.

Der 3. Teil wird der Senderechtsvergütung zu geordnet. Für Werke, die auf der Seite von Sendern erscheinen, wird das Geld der Senderechtsvergütung zugeordnet. Künstler*innen die darauf keinen Anspruch haben, gehen hier leer aus.

Der 4. Teil für die Veröffentlichungen auf Seiten von Unternehmen, Behörden, Verbänden und Vereinen wird überhaupt nicht mehr verteilt, sondern an das Kulturwerk der VG Bild-Kunst weitergeleitet.

Veröffentlichungen auf privaten Seiten oder sonstigen Webseiten wie Hochschulen, Sozialen Netzwerken, Videostreaming-Portalen und … werden in der Verteilung überhaupt nicht berücksichtig.

Mir erscheint dieser Verteilung ungerecht. Unterstützen Sie mich, in dem Sie mir Ihre Stimme übertragen, den Antrag scheitern zu lassen und einen neuen gerechteren Plan zu entwickeln.

 

[1] Ob eine Präsentatione als Präsentation zählt, entscheidet im Zweifel ein Kommission. Präsentatioen im Ausland zählen hier nur, wenn sie in einer weltweit bekannten Ausstellungstätte stattfinden. Hierfür  gibt es eine abschließende Liste geben.